Airwheel und Hoverboard – kein Schutz in der privaten Haftpflichtversicherung?

Hoverboards und Airwheels sind im Handel günstig und schnell zu erwerben.

Nach den bestehenden rechtlichen Grundlagen sind diese neuartigen Fortbewegungsmittel jedoch fast immer zulassungs- und versicherungspflichtig.

Eine Zulassung wird jedoch nicht erteilt, da sie nicht die gesetzlichen Anforderungen an eine Zulassung für den öffentlichen Verkehr erfüllen (z. B. Lenkung, Beleuchtung, Bremsen).

Keine Zulassung = keine KFZ-Haftpflichtversicherung

Das führt dazu, dass ein Betrieb dieser neuartigen Fortbewegungsmittel auf öffentlichen Straßen unzulässig ist.

Durch die fehlende Zulassung ist es nicht möglich, eine Kfz-Haftpflichtversicherung zu nehmen. Im Rahmen der privaten Haftpflichtversicherung (PHV) gilt der Gebrauch von nur auf nicht öffentlichen Wegen und Plätzen verkehrenden Kfz sowie von Kfz, deren bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit maximal 6 km/h beträgt als auch von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen und Staplern, deren bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit 20 km/h nicht übersteigt, mitversichert.

Kein Versicherungsschutz in der PHV

Auch in der PHV besteht daher kein Versicherungsschutz und kann auch aufgrund der derzeitigen Rechtslage nicht eingeschlossen werden!

Sollte ein Dritter durch die Benutzung eines solchen Fahrzeuges geschädigt werden, sind die finanziellen Folgen unüberschaubar, insbesondere bei einem Personenschaden, für den der Verursacher mit seinem (auch künftigen) Privatvermögen einstehen muss. Eine Begrenzung der Ersatzpflicht sieht das Gesetz für derartige Fälle nicht vor.

Vorsicht: Selbst wenn kein Personen- oder Sachschaden entsteht.

Der Benutzer verstößt nicht nur gegen die Fahrzeugzulassungsverordnung, sondern auch gegen das Pflichtversicherungsgesetz und begeht hierbei eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden kann.

Jugendliche Fahrer sollten darüber hinaus bedenken, dass für die Benutzung dieser Fahrzeuge eine Fahrerlaubnis Pflicht ist, somit das Fahren ohne Fahrerlaubnis einen weiteren Straftatbestand darstellt und sich auch der Erziehungsberechtigte eventuell aus der Beihilfe zum Fahren ohne Fahrerlaubnis strafbar macht.

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