Worauf man beim Wechsel der Rechtsschutzversicherung achten sollte

Streitigkeiten aus der Vergangenheit, die erst jetzt aktuell werden, verursachen häufig Probleme mit der Rechtsschutzversicherung, wenn in den letzten Jahren ein Wechsel des Versicherers stattgefunden hat:

  • Der neue Versicherer lehnt den Fall ab und verweist an den Vorversicherer.
  • Der Vorversicherer lehnt ab und verweist darauf, dass die Frist für die Nachmeldung von Schäden abgelaufen ist.

Leistungsanspruch besteht aber häufig trotzdem

Wichtig ist in diesem Fall, dass man dem aktuellen Versicherer mitteilt, dass der alte Versicherer nicht mehr leistet.

Häufig greift in derartigen Fällen eine Klausel des GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V.), die dazu führt, dass die neue Rechtsschutzversicherung auch für Fälle aus der Vergangenheit leisten muss.

Die Klausel lautet „Dauer und Ende des Vertrags“ (wer mehr wissen möchte: §6.2.6. GDV Musterbedingungen zur Rechtsschutzversicherung).

Wenn man eine Rechtsschutzversicherung wechselt, sollte man neben Preis und Leistung des neuen Anbieters auch die folgenden Punkte beachten:

  1. Lückenloser Wechsel – ansonsten gelten erneut die Wartezeiten bei der neuen Rechtsschutzversicherung.
  2. Einhaltung des GDV-Mindeststandards – nur wenn die neue Rechtsschutzversicherung dies einhält, können Sie sicher sein, dass bei Fällen, die in der Vergangenheit passiert sind, aber erst jetzt bekannt werden, möglichst umfangreicher Schutz beim neuen Versicherer besteht.
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